Kfz ummelden – Das sollten Sie wissen!

Sobald Sie Ihren Hauptwohnsitz ändern, müssen Sie Ihr Kfz ummelden. Hierbei ist es unerheblich, ob Sie innerhalb der Stadt umziehen oder in einem neuen Kreis wohnen. Selbst wenn die Kennzeichen behalten werden, ist eine Ummeldung gesetzlich vorgeschrieben. Nachfolgend finden Sie einen kurzen Überblick über die wichtigen Infos, damit Sie alles schnell auf einen Blick haben. Das sollten Sie wissen:

Hauptwohnsitz oder Nebenwohnsitz – Die Unterschiede sind wichtig

An einem Hauptwohnsitz haben Sie Ihren Lebensmittelpunkt. Nur an ihm kann ein Fahrzeug angemeldet sein. Da Versicherungstarife regional abhängig sind, könnten Sie ansonsten durch die Anmeldung in einem günstigen Kreis Vorteile erzielen. Sollte Ihr Nebenwohnsitz zum Hauptwohnsitz geworden sein, so müssen Sie Ihr KFZ ummelden. Diese Regelung ist besonders für Studenten oder Menschen, die häufig auf Geschäftsreise sind, wichtig. Sie müssen definieren, an welche Ort Ihr Lebensmittelpunkt liegt. Dieser wird im Allgemeinen dort vermutet, wo Sie Ihre Möbel stehen haben und wo Sie sich die meiste Zeit über aufhalten.

Die Ummeldung erfolgt bei der Zulassungsstelle

Sie sind in einen anderen Kreis umgezogen? Dann müssen Sie für das KFZ ummelden nur eine Kfz Zulassung aufsuchen. Wenden Sie sich an die Behörde in Ihrem neuen Wohnort und nehmen Sie dort die Ummeldung vor. Die Zulassungsstelle wird Ihr KFZ ummelden und der bis dato zuständigen Behörde eine Meldung übermitteln. Durch diese Regelung ersparen Sie sich doppelte Wege und müssen nicht zwei Zulassungsstellen aufsuchen.

Das Auto ummelden: Die benötigten Unterlagen

kfz ummeldenFür die Identifizierung beim Auto ummelden ist ein Personalausweis notwendig. Sollte dieser nicht vorliegen, dann können Sie alternativ auch einen Reisepass in Kombination mit einer Meldebescheinigung vorzeigen. Des Weiteren werden die Fahrzeugunterlagen benötigt. Wenn Sie das Auto ummelden, dann müssen Sie den Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil 1) und den Fahrzeugbrief (Zulassungsbescheinigung Teil 2) vorlegen. Möchten Sie die alten Nummernschilder nicht behalten, dann müssen Sie auch diese zum Termin auf der Zulassungsstelle mitnehmen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Versicherungsbestätigung, da Sie ein Auto nicht ohne bestehende Haftpflichtversicherung ummelden können. Eine Kaskoversicherung ist aus gesetzlicher Sicht nicht notwendig. Da Sie im Falle der Ummeldung bereits Kunde einer Versicherung sind, ist meistens ein Anruf bei Ihrem Versicherungsmakler notwendig und dieser nennt Ihnen eine eVB-Nummer. Notieren Sie sich die Daten und nennen Sie diese den Mitarbeitern bei der Zulassungsstelle. Die klassische Deckungskarte wird nicht mehr vergeben. Als letztes Dokument benötigen Sie die aktuelle Prüfbescheinigung der Abgasuntersuchung. Wenn Sie das Auto ummelden, dann müssen Sie sich entscheiden, ob Sie eine Feinstaubplakette erwerben möchten. Die Farbe hängt von der Schadstofffreiheit des betreffenden Autos ab. Die Kosten für die Plakette betragen rund 5 Euro.

Die Nummernschilder beim Auto ummelden

2015 ist eine neue Regelung in Kraft getreten, nach welcher Fahrzeughalter ihre Kennzeichen auch nach einem Umzug in einen anderen Landkreis behalten können. Es besteht allerdings keine Verpflichtung, sodass Sie sich beim KFZ ummelden auch für ein neues Kennzeichen entscheiden können. Die Gründe liegen häufig in einer hohen Heimatverbundenheit, dem Besitz eines ausgewählten Wunschkennzeichens oder dem vorübergehenden Aufenthalt in einem anderen Landkreis. Ein weiterer positiver Aspekt ist der Entfall der Kosten für das neue Kennzeichen beim KFZ ummelden. Bei der Entscheidung sollten Sie allerdings beachten, dass ein fremdes Kennzeichen in der Stadt nicht immer positiv aufgenommen werden muss.

Die Kosten

Für die Anfertigung der Nummernschilder müssen Sie mit Ausgaben zwischen 30 und 40 Euro rechnen. Neben den Gebühren für Kennzeichen entstehen auch durch die Ummeldung an sich Kosten. Sie hängen von der Zulassungsstelle ab und liegen im Mittel zwischen 38 und 50 Euro. Ein Wunschkennzeichen führt beim KFZ ummelden zu weiteren Gebühren in Höhe von 10 bis 20 Euro.
(Stand 2016; Zulassungsstellen in Hessen; gemittelter Wert)
6. Auto ummelden bei neuem Besitzer

Nicht nur bei einem Umzug müssen Sie das Auto ummelden. Sollte das Fahrzeug auf eine andere Person versichert worden sein, dann ist ebenfalls eine Ummeldung notwendig. Haben Sie Ihr Fahrzeug an eines Ihrer Kinder weitergegeben und möchten, dass der Fahrzeughalter gewechselt wird, dann müssen Sie die Ummeldung vornehmen. In diesem Fall müssen beide Personen zur Zulassungsstelle fahren und sich ausweisen können. In dieser Situation sind Sie nicht mehr an die bestehende Versicherung gebunden, da sich der neue Besitzer eine eigene Versicherung aussuchen kann. Als bisheriger Halter genießen Sie ein Sonderkündigungsrecht. Bezüglich des Kennzeichens haben Sie Wahlfreiheit. Sie können entweder das Kennzeichen des Vorbesitzers behalten oder Sie entscheiden sich für ein neues Nummernschild.

Die Fristen

Nach einem Umzug ist es wichtig, dass Sie das Auto ummelden. Laut der gesetzlichen Vorschriften muss die Ummeldung schnellstmöglich durchführen. Eine genaue Definition liegt allerdings nicht vor. Üblich ist der Gang zur Zulassungsstelle innerhalb der nächsten Tage bis hin zu 2 Wochen nach dem Einzug in das neue Heim. Sollten Sie diese Frist verstreichen lassen und nach Wochen oder gar Monaten noch keine Ummeldung vorgenommen haben, dann können Bußgelder verhängt werden. Sie sind vom der zuständigen Behörde abhängig.

Warum ist es wichtig, dass Sie das KFZ ummelden?

Es ist aus vielen verschiedenen Gründen wichtig, dass Autohalter ihr KFZ ummelden. Ein erster Punkt ist die Zuordnung des Fahrzeugs zu einem bestimmten Halter. Solle sich ein Unfall ereignen oder werden Verkehrsregeln missachten, so muss sichergestellt sein, dass der Wohnort des Verantwortlichen bekannt ist. Stellen Sie sich vor, Sie sind in einen Unfall verwickelt und der Wohnort des Unfallgegners kann nicht ermittelt werden. In diesem Fall wären intensive Recherchen notwendig, beispielsweise über das Einwohnermeldeamt, was zu einer zeitlichen Verzögerung führt. Ein weiterer Punkt ist die Berechnung der Versicherung, da diese vom Wohnort abhängig ist.

Auto ummelden: Wie kann ich den Vorgang beschleunigen?

Viele Zulassungsstellen vergeben bei der Ankunft den Besuchern Nummern, sodass ein Aufrufen in der jeweiligen Reihenfolge erfolgt. In anderen Fällen ist es notwendig, vorher telefonisch einen Termin zu vereinbaren. Erkundigen Sie sich daher im Vorfeld über die jeweiligen Abläufe in Ihrer Zulassungsstelle. Um keine zeitlichen Verzögerungen hinnehmen zu müssen, sollten Sie in jedem Fall alle benötigten Unterlagen zur Hand haben.

Es ist gesetzlich vorgeschrieben, dass Sie nach einem Umzug oder einem Wechsel des Versicherungsnehmers das Auto ummelden. Der Vorgang verursacht Kosten, die unter 100 Euro liegen. Sparen können Sie durch den Behalt der Kennzeichen sowie dem Verzicht auf ein Wunschkennzeichen. Das Wichtigste ist, dass Sie schnellstmöglich Ihr KFZ ummelden und alle Unterlagen zur Hand haben.